So wählen Sie die Verschattung für Passiv- oder Niedrigenergiehäuser

Besprechen Sie die Wahl der Verschattung für ein Passiv- oder Niedrigenergiehaus mit Ihrem Architekten bereits bei der Planung des Hauses. Die Verschattung sorgt zusammen mit anderen energiesparenden Maßnahmen für eine stabile Licht- und Wärmemenge im Innenraum während des ganzen Jahres. Außerdem sparen Sie Energie und Ihr Haus ist umweltfreundlich. Erfahren Sie, wie Sie die Verschattung für passives Wohnen auswählen.

Passiv- oder Niedrigenergiehäuser unterscheiden sich von herkömmlichen Gebäuden durch einen niedrigeren oder Null- Energieverbrauch und eine konstante Temperatur im Innenraum das ganze Jahr über.

Die meisten Passivhäuser haben die Form eines Quadersform, indem ihre längere Seite mit der größten Fensterfläche nach Süden , ggf. nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet ist. Die Häuser sind so konzipiert, dass sie die größtmögliche Wärme aus der Sonnenstrahlung einfangen. Das ist im Winter hoch willkommen, wenn die Räume nicht zusätzlich geheizt werden müssen, im Sommer verursacht dies jedoch eine Überhitzung.

Auf der Südseite eines Passiv- oder Niedrigenergiehaus sind die Wohnräume zu finden, auf der Nordseite – im kühleren Bereich – die Bäder, Toiletten und Garderoben. Räume wie die Garage und der Wintergarten werden vom Haus getrennt, damit sie keine unnötigen Temperaturschwankungen verursachen.

Unterschied zwischen einem Passiv- und einem Niedrigenergiehaus

Pasivní důmNízkoenergetický dům
Jahresenergieverbrauchmaximal 15 kWh/m²im Bereich zwischen 40 und 50 kWh/m²
Anteil der verglasten Flächenmaximale Fensterfläche 40 % auf der Südseite des Hausesmaximale Fensterfläche 25 % der gesamten Hausfassade
Wärmedurchgangskoeffizient der Fenster (Uw)Uw Uw ≤ 0,8 W/m²K
SolarenergieJaNein
WärmerückgewinnungJaNein
LüftungsanlageJaJa
Verstärkte WärmedämmungJaJa
Außenliegende VerschattungJaJa

Die Kosten für den Bau eines Niedrigenergiehauses entsprechen ohne Wärmerückgewinnung einem herkömmlichen Haus. Bei einem Niedrigenergiehaus sparen Sie jedoch bis zu 100 kWh/m², da der jährliche Verbrauch eines Standardhauses zwischen 120 und 150 kWh/m² liegt.

Architektonische Elemente: stets nur teilweise Verschattung des Hauses

Unverschattete Fenster lassen etwa 64 % der Sonnenstrahlung in den Innenraum. Gegenstände im Innenraum absorbieren die hindurchgelassenen Strahlen und strahlen nachfolgend Wärme ab, die den Innenraum erwärmt. Sie können dies auch mit grundlegenden architektonischen Elementen verhindern, wie etwa:

  • einem größeren Dachüberstand,
  • einer Pergola beim französischen Fenster,
  • oder durch Sonnenschutzlamellen über dem Fenster, welche die intensive Sonnenstrahlung abschirmen, jedoch die tiefstehende Wintersonne in den Innenraum lassen.

Diese Elemente schützen die Fenster nicht hundertprozentig. Um auch im Sommer eine angenehme Temperatur im Passivhaus aufrechtzuerhalten, kombinieren Sie diese mit einer Außenverschattung – installieren Sie Raffstores, Rollläden oder Außenrollos an den Fenstern und Markisen auf den Balkons und Terrassen.

Wenn Sie Sonnenschutzlamellen über dem Fenster mit Raffstores kombinieren, sorgen Sie für ein angenehmes Klima im Innenraum und auf der Terrasse.

Außenverschattung: mit Sonnensensoren kombinieren und in die Fassaden einbauen

Raffstores sind die ideale Lösung, um die Innentemperatur im Sommer um bis zu 10 °C zu senken und nahezu absolute Dunkelheit zu erzeugen. Wir empfehlen die Montage unter der Fassade in ISO-KASTL und Sandwichplatten.Somit verstecken Sie das Lamellenpaket und die Führungselemente unter Putz.

Mit Raffstores können Sie durch Kippen der Lamellen exakt die Menge und die Richtung des Lichts, das Sie in den Innenraum lassen möchten, regulieren. Das ist mit Rollläden, Markisen und Screens nicht so gut möglich – Sie können entweder das ganze Rollo zuziehen oder nur einen Teil des Fensters verschatten. Mit den Grundvarianten der Markisen und Textilscreens können Sie zumindest das teilweise Durchdringen der Sonnenstrahlen durch den Stoff nicht verhindern.

Alle diese Lösungen können Sie mit intelligenter Haussteuerung kombinieren und mit Sensoren und Motoren steuern. Sobald der Sonnensensor Sonnenstrahlen erkennt, weist er den Motor an, die Fenster automatisch zu verschatten. Wenn dagegen Wolken aufziehen, lässt er mehr Licht in den Innenraum. Dies gewährleistet eine konstante Innentemperatur und spart Kosten für die Heizung und Kühlung.

Lamellen des Typs Z und S: verschatten zuverlässig ein Passivhaus

Der ideale Typ von Raffstores zum Verschatten eines Passivhauses ist der Typ Z. Im geschlossenen Zustand greifen die Lamellen genau ineinander und lassen nur ein Minimum an Licht in den Raum. Daher sind sie im Sommer an der Südseite des Hauses perfekt geeignet – in Schlafzimmern, Wohnzimmern und Arbeitszimmern. Diese Variante ist elegant und passt aufgrund ihres technischen Erscheinungsbildes gut zu modernen Gebäuden

Im Winter fahren Sie die Raffstores einfach unter die Blende oder in den Unterputzkasten hoch und erlauben dem Innenraum sich aufzuheizen. Alternativ können Sie sie bis zu einem Winkel von 90 Grad zu einer Seite neigen und die Sonnenstrahlen nach Bedarf lenken.
Dieselben Eigenschaften wie bei der Variante Z erzielen Sie auch mit Lamellen in S-Form. Der Typ S ist jedoch glatter im Erscheinungsbild und verleiht der Fassade eine einheitlichere Optik.

Lamellen des Typs C und F: verschatten und senken das Risiko von Wärmebrücken

Ein Kompromiss, den Sie zu beiden Seiten kippen können, sind Raffstores des Typs C. Im Sommer verschatten Sie den Innenraum, wenn Sie sie herunterlassen, und im Winter lenken Sie die Sonnenstrahlen durch Kippen nach Belieben von der Decke bis zum Boden in den Innenraum. Wir empfehlen, die Variante „C“ mit Gebäuden filigranerer Formen zu kombinieren.

Zum beidseitigen Kippen eignen sich auch gut Raffstores des Typs F. Sie sind flacher als der Typ C und wirken am Haus subtiler. Nach dem Hochziehen bilden sie ein noch flacheres Lamellenpaket. Daher verbergen Sie beide Varianten in einem flachen Unterputzkasten und reduzieren so den Bereich der Fassade mit suboptimaler Wärmedämmung. Dies vermindert die Bildung von Wärmebrücken, welche Temperaturschwankungen im Innenraum verursachen.

Wir haben Z-90-Raffstores für ein Niedrigenergiehaus in Südmähren geliefert.

Wenn Sie bis Ende 2021 einen Zuschuss für Außenverschattungen im Rahmen des Programms „Nová zelená úsporám“ („Erneut Grün für Einsparungen“) beantragen, erhalten Sie bis zu 1000 CZK pro Quadratmeter verschatteter Fläche für Raffstores, die von einem intelligenten, automatischen System gesteuert werden.

Wenn Sie vorhaben, ein Passivhaus mit Raffstores zu bauen, wenden Sie sich an einen unserer Händler. Gern zeigt er Ihnen die Vorteile der einzelnen Lösungen live.


Autor

Lukáš Musil

Lukáš Musil arbeiter bei NEVA seit 2017 als Handelsvertreter für die Tschechische Republik. Als Absolvent des Studienfachs Bauwesen an der Mittleren Fachschule für technische Berufe in Prostějov kann er seine erworbenen Kenntnisse praktisch umsetzen.  Zu seinen Zuständigkeitsbereichen gehören Kommunikation mit Geschäftspartnern und Kundenservice.

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